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Informationen zum Projekt Benchmarking Abwasser Nordrhein-Westfalen finden Sie auf dieser Website:
Anfang Juli 2011 hat in NRW die Datenerhebung der dritten Projektrunde zum „Benchmarking Abwasser NRW“ auf der Grundlage des Erhebungsjahres 2010 begonnen. Träger dieses Projekts sind auch diesmal wieder die kommunalen Spitzenverbände Städte- und Gemeindebund NRW, Städtetag NRW sowie der DWA Landesverband NRW und die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände in NRW (agw).
Über die Ergebnisse der zweiten Projektrunde, die zu Jahresbeginn 2011 endete, wurde im Rahmen eines Infotages am 13. Mai 2011 in Düsseldorf berichtet. Unter dem Motto „Benchmarking – ein Instrument zur Optimierung der Abwasserbeseitigung“ informierten sich erfahrene Teilnehmer aus vorherigen Projektrunden sowie Vertreter von Abwasserbetrieben, die jetzt beim Benchmarking einsteigen wollen.
In der Begrüßung der Teilnehmer durch Staatssekretär Udo Paschedag aus dem NRW Umweltministerium wurde deutlich,
dass das Ministerium die Anstrengungen der Betriebe durch eine Teilnahme am Benchmarking sehr begrüßt.
Benchmarking ermöglicht es den Abwasserbetrieben, gegenüber der Öffentlichkeit ihre Effizienz bei der Aufgabenerfüllung zur Abwasserableitung und –behandlung zu belegen.
Peter Graf, aquabench GmbH, der gemeinsam mit der Kommunal- und Abwasserberatung NRW als durchführende Firmen das Projekt begleitet, berichtete über die Zusammensetzung des Teilnehmerkreises und die Ergebnisse der zweiten Projektrunde.
Dr. Claus Henning Rolfs vom Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf berichtete aus der Sicht eines teilnehmenden Betriebes über den Aufwand und Nutzen einer Teilnahme am Benchmarking. Die Bedeutung des Benchmarking im Rahmen des Finanzmanagements der Kommunen wurde von Dr. Peter Queitsch vom Städte- und Gemeindebund NRW beleuchtet.
Zum Schluss der Veranstaltung gab Prof. Andreas Schulz, Emschergenossenschaft/Lippeverband und fachlicher Leiter des Benchmarkingprojektes für den DWA Landesverband NRW noch einen Ausblick auf die Perspektiven, die Benchmarking Abwasserbetrieben bieten kann.
Das Benchmarking hat den Teilnehmern in den vergangenen Projektrunden einen innerbetrieblichen Informationsgewinn sowie eine fundierte wirtschaftliche und technische Datengrundlage für Betriebsentscheidungen gebracht.
Die Diskussion der Ergebnisse und der Erfahrungsaustausch in den Workshops haben neben der Bestätigung der eigenen Leistung auch Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt. Diese sind für jeden Teilnehmer in einem dreiteiligen Abschlussbericht mit Analysen und Empfehlungen abgebildet. Letztere bilden zusammen mit den Erfahrungen aus Vergleichsbetrieben die Grundlage für eine kontinuierliche Verbesserung.
Als Ergebnis ist hervorzuheben, dass unter den Teilnehmern, die wiederholt am Benchmarking teilgenommen haben, eine Erhöhung der Eigenenergieerzeugung von 40% festzustellen war. Ein Vergleich auf Länderebene macht aber auch deutlich, dass hier noch weitere Verbesserungspotenziale nutzbar gemacht werden können.
In den beiden vorangegangenen Projektrunden konnten 168 teilnehmende Kommunen, Betriebe und Verbände, davon 35 mit wiederholter Teilnahme, die Leistungsfähigkeit der Abwasserbranche in NRW nachdrücklich unter Beweis stellen. Im Vergleich mit anderen bundes- oder landesweiten Benchmarkingergebnissen ist die Abwasserbranche in NRW gut aufgestellt. Ein Gesamtbericht für Presse und Öffentlichkeit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen.